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BaumLimits und Richtwerte zur Auswahl von Bäumen als Fixpunkte Bäume sind mit die ältesten Lebewesen auf der Erde. Einmal geboren, können Sie natürlich nicht Ihren Standort wechseln. Der Stoffwechselvorgang der Bäume wird durch den Energieträger Sonnenlicht bestimmt. Über die Blattunterseite nimmt der Baum CO2, über seine Wurzeln Wasser und anorganische Stoffe aus dem Boden auf. Die Umwandlung dieser körperfremden Stoffe in körpereigene geschieht mit Hilfe des Sonnenlichtes (Photosynthese). Der Nährstoff- und Wasser Transport im Baum findet im Splint und im Bast statt. Im Kambium wächst der Baum in die Dicke. Das Kambium ist eine dünne Zellschicht, die einem Zylinder ähnlich um die Holzteile des Baumes liegt. Vereinfacht gesagt gibt es drei Arten von „Holzzellen“, die für die Festigkeit des Baumes zuständig sind:
Aus statischer Sicht ist der Wind der größte Feind des Baumes. Die Krone bildet eine große Segelfläche, die auf den Baum als Biegemoment wirkt. Um mal eine Vorstellung zu bekommen, welche dabei Lasten auftreten, hier ein Beispiel: Eine Rosskastanie mit 28m Höhe hat eine Windangriffsfläche von 356 m². Bei Windstärke 12 bedeutet dies, dass hier über 164 Tonnen auf den Baum wirken! Steht ein Baum häufig im Wind, sind an der Wind zugewandten Seite große starke Zugwurzeln zu sehen. Der Baum versucht sich fest zu halten Der Stabilität von Bäumen sind allerdings Grenzen gesetzt. Es gibt zwei Versagensarten: Bruchversagen - große Teile- bis hin zur Krone – brechen vom Stamm ab. Sturzversagen - Der ganze Baum wird meist mit Wurzelteller aus der Erde gedreht.
Der größten biologischen Feinde des Baumes sind die Pilze. Sie dringen von der Wurzel oder von großflächigen Rindenschädigungen ein und zersetzen die unterschiedlichen Arten von Holzzellen. Beurteilung von Bäumen Es gibt verschiedene Faktoren, die für eine „runde“ Beurteilung beachtet werden müssen. Es kommt immer auf den Grad der Ausprägung der Schadsymptome an, ob einer dieser Faktoren zum Ausschluss führt.
Biologische Faktoren Zur Verwendung als Fixpunkt dürfen nur lebende und möglichst gesunde Bäume verwendet werden. Kennzeichen dafür sind u.a.:
Gerade der Pilzbefall ist von außen oft schwer zu erkennen, hat aber erhebliche Folgen für die Stabilität des Baumes. Unterschiedliche Pilzarten zerstören unterschiedliche Arten von Holzzellen. So zerstört z.B. die Rotfäule die Zellulose, andere Pilze zerstören das Lignin. Baumstatik Ähnlich wie der Wind erzeugt die Kraft, die über den Anschlag eines Seilaufbaus auf den Baum wirkt, ein Moment. Um grob abzuschätzen, ob ein Baum dieser Belastung gewachsen ist, kann man sich den Schlankheitsgrad eines Baumes anschauen. Dieser Wert ist der Quotient aus der Höhe des Baumes und seinem Durchmesser (gemessen auf Brusthöhe) In Feldstudien wurde ein erhöhtes Versagen aufgrund großer Schlankheit ab einem h/d Verhältnis größer 50 festgestellt. Die höchste Standsicherheit wird bei Schlankheitsgraden h/d zwischen 20 und 30 erreicht. Wir halten uns bei mobilen Seilaufbauten an folgende Werte:
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